30 Jahre Straßenbahnfreunde München e.V.

 

Chronik

1991

 

Wenige Tage vor der Stilllegung der Trambahn nach Fürstenried stellten wir einen M-Dreiwagenzug nach, wie er früher auf der Linie 8 verkehrte. Dazu mieteten wir zwei Triebwagen und einen Beiwagen mit einheitlicher Jägermeisterreklame. Leider waren die Triebwagen nicht mehr miteinander kuppelbar, sodass die Triebwagen immer etwas Abstand hatten. Daher wirken von dieser Fahrt nur die Aufnahmen gut, welche ganz schräg von vorne fotografiert wurden.

Bei der Stilllegung der Tram nach Fürstenried waren die Straßenbahnfreunde mit einem Infostand vertreten. Am späten Abend waren dann alle Trambahnfans bei der allerletzten Runde nach Fürstenried dabei. 

Im Jahre 1991 hatten wir bei den Straßenbahnfreunden die Biertischidee, uns einen Trabant Kombi als Dienstwagen zu besorgen und diesen in der klassischen Farbe der Münchner Straßenbahn in elfenbein und trambahnblau zu lackieren. Genau bis zu diesem Jahr wurden in München auch die Straßenbahnen in dieser Farbe lackiert.

Leider änderte man bei der Münchner Straßenbahn ab 1991 das im Jahr 1929 mit den F-Wagen eingeführte elegante Farbschema. Bei den M- und P-Wagen wurde leider fortan statt elfenbein kalkweiß und beim Dach statt steingrau schwarz verwendet.

Der erworbene Trabi war allerdings nicht Eigentum des Vereins, sondern wurde von drei Vereinsmitgliedern privat angeschafft. Da die Straßenbahnfreunde schon immer lieber mit öffentlichen Verkehrsmitteln als mit dem Auto reisen, sind unter den Mitgliedern Führerscheine und private PKW recht dünn gesät. Somit wurden alle Materialtransporte für unsere Sonderfahrten hauptsächlich mit dem Trabi durchgeführt. Trotz seiner Robustheit hat uns unser Trabi diese Überbeanspruchung nach 20 Jahren Einsatzzeit doch übel genommen. Nach einer Generalreparatur in Thüringen konnte er aber gerettet werden. Als Lasten-Esel für die Materialtransporte zu unseren Sonderfahrten haben wir nun einen gebrauchten Kombi mit dem Stern, aus schwäbischer Produktion, übernommen. Der Trabant dient fortan nur noch als Museumsfahrzeug – oder um Trambahngegner zu ärgern.

 

 

 

 

 

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